Familienbetrieb seit 1912

Nach dem Bau der Edertalsperre ist der Gründer des Familienbetriebes, Daniel Wagner, ins Landetal gezogen und hat dort den ehemaligen Gutsbetrieb übernommen. Die Betätigung erstreckte sich damals auf Ackerbau, Milchviehhaltung und eine Mutterkuhherde.


Umstellung auf biologische Landwirtschaft

Nach dem Tod des damaligen Betriebsinhabers in 2006, wurde der Betrieb umstrukturiert und auf biologische Landwirtschaft umgestellt. Der Ackerbau und die Milchviehhaltung wurden eingestellt. Die Mutterkuhherde wurde vergrößert und der Hof nach und nach an die Anforderungen eines Bio-Betriebes angepasst. Seit 2009 ist der Hof offiziel als Bio-Betrieb anerkannt.

Es wurden zwischenzeitlich nicht nur zwei Mutterkuhherden gehalten, auch werden sowohl die weiblichen als auch die männlichen Nachkommen bis zu einem Alter von ca. 2 Jahren aufgezogen.

Die Tiere haben viel Bewegung, Luft und Sonne durch Weidegang von Anfang Mai bis Mitte November; dies gilt auch für die Bullen. Je nach Witterungsbedingungen ist dies sogar teilweise im Winter auf hofnahen Wiesen möglich. Ansonsten steht ihnen ein geräumiges mit Stroh eingestreutes Winterquartier zur Verfügung.

Die Tiere erhalten ausschließlich hofeigenes Futter, die Aufzucht der Kälber erfolgt mit natürlicher Muttermilch direkt vom Euter.


Direktvermarktung ab 2009

Im Rahmen der Umstrukturierungen wurde in 2009 begonnen die Tiere auch direkt an Kunden zu verkaufen. Auf Grund der hohen Nachfrage nach unserem qualitativ sehr hochwertigen Fleisch wurde das Angebot nach und nach ausgebaut.

Die Tiere wurden nur auf Vorbestellung von Oktober bis April geschlachtet. Die Schlachtung erfolgte möglichst stressfrei bei einer Landfleischerei in Homberg / Caßdorf. Hier wurde besonders auf ausreichend langes Abhängen geachtet um die Qualität des Fleisches zu optimieren.


Betriebsübergabe in 2019

Im Jahr 2019 erfolgte die Betriebsübergabe an den  aktuellen Betriebsinhaber Stefan Wagner. Der Hof ist damit bereits in der 4. Generation in Familienbesitz.

 

Seit dem sind diverse Umstellungen erfolgt: Die Schlachtung erfolgt auf Grund der Betriebsschließung nicht mehr in Homberg, sondern im nur 5 km entfernten Obergude bei dem ebenfalls direktvermarktendem Metzger und Landwirt Hermann Häde. Auch hier wird natürlich auf eine möglichst stressfreie Schlachtung und lange Abhängzeit geachtet. Der kurze Transportweg kommt begünstigend hinzu.

Des Weiteren wurde der Betrieb an die immer mehr zunehmende Bürokratie  und Vorschriften angepasst. So wurden z. B. die Anzahl der Mutterkühe reduziert und der Mist wird an einen Ackerbaubetrieb abgegeben.

 

Sämtliche Nachzucht wird mittlerweile direkt an den Endkunden verkauft. Die Schlachtsaison wurde ausgeweitet und beginnt nun Ende September und endet Anfang Mai.